Mit Amina haben wir dieses Jahr einen neuen Versuch gestartet: die hebräisch-arabische Kommune wird um ein deutsches Mitglied erweitert. Wir sind noch nicht sicher, dass dies gut geht. Aber bis jetzt – toi-toi-toi...

Der untenstehende Bericht ist von Amina, sie ist 18 Jahre alt, hat soeben ihr Abitur bestanden und hätte eigentlich schon am 10. August landen sollen. Aber der Krieg und die heftige Bombardierung von Haifa hat ihre Ankunft verzögert.

Photos von Amina und von der Kommune befinden sich hier

 

 

 

                                                                                                   26.9.06
Liebe Freundinnen und Freunde,

 

 

 

Es ist jetzt genau einen Monat her, dass ich sehr überstürzt ins Flugzeug nach Israel gestiegen bin, um nach langem Zögern dann letztendlich doch nach Haifa zu ziehen, um ein Teil von „Nemashim“, dem arabisch-jüdischen Theaterprojekt zu werden. Seitdem ist sehr viel passiert, und ich möchte Euch, die Ihr mein Vorhaben mit möglich gemacht habt, ein wenig berichten, von den ersten Wochen hier, in meiner neuen Heimat, aus Israel.

Es waren bewegte und bewegende Tage und es gibt natürlich viel zu erzählen, von den Menschen hier, unserem gemeinsamen Leben, unserem Alltag, aber auch von unserer Theater- und Sozialarbeit und auch allen schönen und weniger schönen Begegnungen und Erfahrungen, in einem Land, dass so gänzlich anders ist, als Deutschland.

Nachdem ich mich nach den schrecklichen Tagen im Juli, in denen der Krieg im Libanon begonnen hat, dazu entschieden habe, nicht nach Haifa zu gehen, hat für mich eine Zeit des Zweifels und auch der Unsicherheit begonnen. Die täglichen schrecklichen Meldungen, aus dem Libanon und aus Israel, gepaart mit dem schrecklichen Gefühl, nichts tun und verändern zu können, haben meinen Wunsch, in dieses Land zu gehen zwar noch dringlicher gemacht, gleichzeitig sind natürlich aber auch die Ängste größer geworden, die Fragen, nach dem Sinn einer solchen Unternehmung, eines solchen Projektes in solchen Zeiten.

 Zu meinem großen Glück hatte ich aber während der ganzen Kriegszeit Kontakt zu meinen Freunden in Israel, die mir zugesprochen haben, zu kommen. Zu keiner Zeit sei es wichtiger, an einer anderen Verständigung als der militärischen und kriegerischen zu arbeiten, als in gerade dieser, so war der Tenor aller Emails und Kurzmitteilungen.

Sehr kurz nach dem Waffenstillstand stand dann fest, dass Gehen in jedem Falle die bessere Alternative zum Bleiben sein würde. Und so ist es auch. Ich bin glücklich hier zu sein und froh, dass ich entgegen vieler Zweifel, Sorgen, Ängste, Warnungen und Bitten dennoch gegangen bin, um selbst zu sehen und zu erfahren, was dieses Land selbst zu erzählen hat.

Entgegen aller Erwartungen wurde es mir dieses Mal von Anfang an leicht gemacht, nach Israel einzureisen. Wer schon einmal in diesem Land gewesen ist, weiß, dass dies eigentlich eher die Ausnahme von der Regel sein ist. Nach Israel einzureisen ist eine ganz eigene und spezielle Erfahrung für sich, die man mit sehr viel Geduld, Ruhe und Verständnis durchstehen muss. Schon hier bekommt man einen Vorgeschmack, auf die enormen Sicherheitsvorkehrungen, die den Alltag dieses Landes und der Menschen bestimmen und in vielerlei Hinsicht auch dominieren.

Der Flug hat mir dann endlich mal den nötigen Raum zu geben, die letzten Tage in Wiesbaden rekapitulieren zu können. Nach meinem Entschluss, am 31.8. dann doch zu gehen, blieben mir gerade mal acht Tage, meinen Koffer neu zu packen, alle wichtigen Dinge zu organisieren und meinem engsten Umfeld Auf Wiedersehen zu sagen.

Es wäre falsch zu behaupten, ich sei angstfrei gegangen, mutig und den Blick nur nach vorne gerichtet. Ich habe viel gezweifelt, viele Ängste mitgenommen: Wo komme ich hin, zu welchen Menschen und wie wird es werden, ein Zusammenleben, auf engstem Raume, mit verschiedenen Kulturen und Hintergründen, Wünschen und Ängsten. Und vor allem auch: wie wird es mit der Sprache klappen, werden wir eine gemeinsame finden können, sowohl im praktischen, als auch im übertragenen Sinne? Und natürlich auch: Wie sicher ist es in Haifa, ist es richtig, in eine Stadt zu ziehen, auf die zwei Wochen vorher noch tödliche Raketen abgeschossen worden sind?

 

 

 

                                             Haifa

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Zweifel und Ängste haben sich erst einmal zerstreut, als ich in Tel Aviv in die Abholhalle gelangt war: Mit Konfetti und Trillerpfeifen wurde ich von dreien meiner fünf Mitbewohner/innen freudig und herzlich begrüßt. Renana, Ahmad und Khaled haben mir mit diesem so unbeschwerten Empfang gleich die Tür zu ihrem Land ganz weit geöffnet, so dass ich zwar nicht ohne Furcht, doch aber mit ganz viel Vertrauen meine ersten Schritte auf neuem Boden erproben konnte.

Die Fahrt nach Haifa war ausgefüllt mit Erzählungen und den Antworten auf meine Fragen: wie waren die ersten Tage zusammen, was ist passiert, wie geht es weiter und was muss ich alles wissen? Es beschreibt die Antwort sehr trefflich, wenn ich Khaled zitiere: „Your are here now, you are a part of the commune now. You will see everything soon“.

Und so war es dann auch. Ganz schnell habe ich mich eingefunden, in diese neue Situation, mit diesen neuen Menschen, in einer neuen Stadt. Die ersten Tage waren ausgefüllt mit ankommen, auspacken, einrichten, aber auch mit Daniels Geburtstag, einer großen Schabat-Feier im Kreise von 25 Menschen, einer ersten Theaterprobe und Ausflügen in die Stadt und zum Meer, vor allem aber mit dem Kennen lernen meiner Mitbewohner und Mitbewohnerinnen, die ich Euch hier kurz auf ein paar Bildern vorstellen möchte:

 

 

Meine Mitbewohner/innen:

 

Von links oben nach rechts unten: Renana, Or, Khaled, Ahmad, Daniel


      


 

 

Das Zusammenleben in der Kommune

 

Es war für mich in Deutschland eine der größten Schwierigkeiten mir das Zusammenleben mit fünf anderen Menschen auf engstem Raume vorstellen zu können. Von Zuhause aus sehr viel Raum und Rückzugsmöglichkeit gewöhnt, habe ich große Befürchtungen gehabt, was den täglichen Alltag und auch das ständige Zusammensein von sechs Menschen betrifft.

Es wäre gelogen zu behaupten, dass es einfach ist. Aber es ist eben auch nicht einmal halb so schwer, wie ich es mir vorgestellt habe. Und das trotz der Tatsache, dass hier nicht nur Individuen, sondern eben auch drei verschiedene Kulturen, Sprachen und Weltanschauungen aufeinander treffen, die sich im weltpolitischen Alltag nicht gerade immer friedlich gesinnt sind.

Es funktioniert aber nicht von selbst so Konflikt- und Krisenarm, vielmehr ist unser recht harmonisches Zusammenleben das Produkt einer harten Arbeit eines jeden an sich selbst, aber auch eines schweren gemeinsamen Prozesses, den wir gemeinsam begonnen haben, als wir zusammen gezogen sind und den wir hoffentlich auch bis zum Ende hin gemeinsam gehen und immer mehr und mehr verbessern werden.

Wie ich oben versucht habe ein wenig zu beschreiben, sind wir eine sehr gemischte Gruppe von Menschen, die bisher alle sehr verschiedene Erfahrungen gesammelt haben und auch mit sehr unterschiedlichen Motivationen hierher gekommen sind. So kommt es natürlich auch dazu, dass jede/r sich an anderen Punkten reibt, jede/r einen anderen wunden Punkt hat und es dementsprechend viel zu besprechen und auszudiskutieren gilt. Eine ganz wichtige Stütze ist uns dabei Inass. Sie ist unsere Sozialarbeiterin und Psychologin, die zweimal die Woche für zwei Stunden vorbeikommt, um uns zu helfen, Konflikte offen anzugehen, auszutragen und gemeinsam an Problemen mit den zwischenmenschlichen Beziehungen, aber auch der alltäglichen Organisation zur Seite zu stehen.

Die Treffen mit Inass nehmen wir alle hier sehr ernst und wir verstehen sie als eine große Hilfe. Und in der Tat konnten wir bisher viele Probleme aus dem Weg schaffen, und miteinander ins Gespräch kommen, anstatt im Stillen Konflikte zu unterdrücken oder hinter dem Rücken des anderen auszutragen.

Auch was die Organisation des Kommunenlebens betrifft, haben wir bisher viel auf einen guten Weg gebracht, einen Putzplan erstellt, einen gemeinsamen Kalender erarbeitet, der alle Termine, sowohl jedes einzelnen, als auch die gemeinsamen berücksichtigt und vor allem besprochen, wer welche Eigenarten hat, hygienische Standards im Haushalt betreffend. Das mag so daher geschrieben etwas banal klingen, aber es kann recht schwierig sein, sechs Leute zu organisieren, die alle auch bestimmte Spleens haben, die Sauberkeit betreffend: Da können schon Haare in der Dusche Tränen auslösen, die schlecht funktionierende Klospülung Ekelkrämpfe, nicht abgespültes Geschirr am Morgen Wutanfälle und ein konstant leerer Kühlschrank ziemlich miese Hungergefühle und damit verbunden schlechte Laune...

 

Aber auch politische Themen kommen bei Gesprächen mit Inass nicht zu kurz. Da unser ganzes Zusammenleben eigentlich von Grund auf sehr politisch ist, berühren wir oft schnell sehr sensible und heikle politische Themen, wie z.B. auch das der gemeinsamen Sprache in der Kommune oder auch der Umgang mit der Tatsache, dass einige von uns gerne mit den Kindern von palästinensischen Kollaborateuren arbeiten würden, Ahmad und Khaled aber mit aller Kraft und natürlich auch mit viel Berechtigung dagegen sind

Auch Probleme unserer täglichen Arbeit fließen immer wieder in das Gespräch ein: Wie kann ich einen Umgang mit Kindern finden, die von Zuhause aus, weder Erziehung noch Regeln mitbekommen haben? Wie muss und kann ich als Respektperson auftreten, die dennoch einen liebevollen und herzlichen Zugang zu den Kindern findet? Und was mache ich in Momenten, in denen ich nicht weiter weiß, wie kann ich mir selbst helfen und an wen kann ich mich im Zweifelsfall auch wenden?

Inass, mit der wir sowohl hebräisch, arabisch als auch englisch sprechen, ist immer sehr aufmerksam und analytisch zur Stelle, nimmt subtile aber dennoch wichtige Konflikte wahr und lässt uns auch immer wieder die Fortschritte erkennen, die wir im Zusammenleben und im zusammen arbeiten und voneinander lernen gemacht haben.

 

Unsere Kommune ist wie ein kleines, fast immer gemütliches Nest, das wir auch gerne für Gäste, Freunde und Familie öffnen. Hat einer von uns Besuch, haben wir eigentlich alle Besuch, denn so richtig zurückziehen, ist dann doch sehr schwierig. Aber alle vorbeischauenden wissen auch, dass es uns nur im „six-pack“ gibt, wie wir uns selbst manchmal zu nennen pflegen: Da kommen dann Eltern vorbei, die für uns alle gekocht haben, Bier und Wein, Eis und Kuchen, Schokolade und andere Leckereien mitbringen, mit uns allen gemeinsam den Schabat begehen, da kommen andere deutsche Volontäre vorbei, die ich bereits kennen gelernt habe und die sehr neugierig sind, wie unser Alltag so aussieht, da kommen Hila, Daniel und Michael von der vorhergehenden Kommune vorbei, die nicht weit von hier noch zusammen leben.

Unser Balkon mit einem herrlichen Blick auf das blaue Mittelmeer ist zu jeder Tages- und Nachtzeit Dreh- und Angelpunkt des Kommunenlebens: Ob nun morgens mit Kaffee in der Hand und sehr verschlafen, um dann dort, auf engstem Raume die Proben zu beginnen, mittags zum ausruhen und frische Luft schnappen, oder abends, zum zusammen sitzen, Wein, Kakao oder Pfefferminztee trinkend, zum Musik hören, diskutieren, rumalbern, Schischa rauchen oder Feuerwerk beobachtend, immer ist es der Balkon von allen zuerst angesteuert wird und vor allem allen Gästen stolz präsentiert wird.


 

 

Politik und Alltag

 

Ich empfinde es als ein großes Geschenk, mit diesen intelligenten, politischen, witzigen, etwas schrägen und unbequemen Menschen zusammen zu leben und zu arbeiten, die alle vor Kreativität sprühen und noch alternative Ideen in sich tragen und wagen, in andere Richtungen zu denken. Über Politik zu diskutieren, mit diesen jungen Israelis, ist viel weniger mit Klischees und einseitigen Stellungnahmen verbunden, als mit Europäern, bzw. Deutschen, die noch nie einen Schritt in dieses Land gesetzt haben, aber meinen, die politische Situation haargenau beurteilen und analysieren zu können. Israels Politik zu verurteilen ist hier möglich, vor und gemeinsam mit Israelis, ohne aber nur entferntesten dem Land sein Existenzrecht absprechen zu wollen. Wir können uns gedanklich und verbal jenseits von schwarz und weiß, gut und böse, falsch und richtig bewegen. Nicht die eine Seite isoliert von der anderen zu betrachten, immer wieder ganz genau hinzuschauen, ohne die Vergangenheit zu verleugnen, aber eben auch ohne sie als Rechtfertigung für Repression, Stillschweigen und Wegschauen zu benutzen, das ist eine große Herausforderung, der wir uns hier tagtäglich neu stellen müssen und auch wollen, die aber viel Kraft und Willen kostet und auch die ein- oder andere ergebnislose und festgefahrene Diskussionssituation.

Ich lerne hier soviel, schon im täglichen Zusammensein, in Momenten, in denen ich sehen, zuhören, erahnen, begreifen und manchmal auch wirklich verstehen kann, auch, wenn ich natürlich von „außen“ komme und ebenso Gefahr laufe, mein vorgefertigtes Bild, von den Menschen, dem Konflikt und möglichen Lösungsmodellen anzubieten, das hier aber mehr und mehr an Bedeutung verliert, um Platz zu machen, für das, was die Menschen hier zu erzählen haben und das, was ich mit eigenen Augen sehen kann.

Ich muss mich hier jeden Tag aufs neue darauf einlassen, dass hier kein einfaches „gut“ und „böse“ ausreicht, um sich in diesem Konflikt positionieren zu können. Ziel kann und darf es also nicht sein, zu einem pauschalen und einseitigen Urteil zu finden, sondern vielmehr immer wieder aufs neue hinzuschauen, nachzufragen, immer mehr zu verstehen und immer wieder sich schützend auf die Seite zu stellen, die das Menschliche will, das Gerechte und vor allem das Friedliche, und sich dabei vor allem nicht durch Phrasen und Worte täuschen zu lassen. Und vor allem auch, sich eingestehen zu können, dass es nicht immer möglich ist, sich zurechtzufinden, Bescheid zu wissen und sich auf die vermeintlich menschlichere Seite zu stellen, dass viele Fragen unbeantwortet bleiben, viele Zweifel ungelöst und viele Antworten auch sehr vielschichtig sein können.

 

Theaterarbeit:

 

Gerade habe ich mit Schrecken festgestellt, dass ich es tatsächlich geschafft habe, einige Seiten zu schreiben, fast ohne die fast wichtigste und alltagsbestimmende Tätigkeit von uns allen zu erwähnen und näher zu beschreiben: das Theater

Wir sind eine Theaterkommune, eine „Communa theatron“ wie man im Hebräischen sagt. Unser Zeitplan ist gefüllt mit Proben, in denen wir Theaterübungen machen, Improvisieren, Szenen schreiben, besprechen, umändern, Proben, in denen wir diese Szenen zusammenfügen, erweitern und ergänzen und auch Proben, in denen wir uns besprechen, wie Theaterarbeit  mit Kindern, altern Menschen und Konfliktparteinen aussehen kann, wie man Ideen umsetzen und kreativ angehen kann. Unsere beiden Gruppenleiter sind Uri und Shadi. Uri ist auch aktiver Leiter dieses Projektes, er hat Regie und Theaterpädagogik studiert und zur Zeit treffen wir ihn zweimal die Woche, um mit ihm an unserem aktuellen Theaterstück zu arbeiten. Auch mit Shadi arbeiten wir einmal in der Woche. Er ist Schauspieler und hat uns bisher bei der Erarbeitung und Findung unserer Charaktere sehr geholfen.


Unser größtes Projekt ist zur Zeit „Hadi we Tami“, eine Mischung aus dem hebräischen  Hami we Tami“ und dem arabischen „Hadi wo Hadia“, die uns im deutschen als „Hänsel und Gretel“ bekannt sind. Ende Oktober wird die Premiere sein, wir wollen es den Kindern in Halisa, hier im arabischen Viertel in dem wir leben, präsentieren und unter anderem auch einige Szenen auf einem großen Theaterfestival in Akko zeigen.

Denn abgesehen von der Handlung, die Kinder sehr lieben, wird es ein sehr politisches und kritisches Stück werden, in dem sich der arabisch-jüdische Konflikt widerspiegelt und auch das Verhalten der internationalen Gemeinschaft, insbesondere Amerika. Aber wir sind noch mitten in der Stückentwicklung und ich werde Euch erst beim nächsten Mal alles genauer beschreiben können. Die Proben sind jedenfalls in vollen Gange und so ernst wir diese Arbeit auch nehmen, soviel Spaß machen uns trotzdem die Proben, in denen wir die Szenen die wir, vor allem aber Or schreiben, vorlesen und spielerisch erarbeiten.

Aber auch die gruppendynamischen Übungen und Spiele sind sehr intensiv und wir gehen

sie konzentriert und motiviert an.

In der vorletzten Probe z.B. hatte Uri Zettel vorbereitet, in denen auf hebräisch, deutsch und arabisch Eigenschaften standen. Jede/r von uns hat einen solchen Zettel umgehängt bekommen, ohne seine eigenen Eigenschaften zu kennen. Lediglich die der anderen waren jeweils ersichtlich. In der ersten Improvisation waren wir alle Kellner in einem Café. Das war die einzige Vorgabe. Ziel war es, die anderen jeweils entsprechend ihrer Eigenschaften zu behandeln und gleichzeitig am Umgang der anderen mit einem selbst, seine Eigenschaften zu erraten und sich dementsprechend zu verhalten. Gesprochen haben wir auf hebräisch, das heißt, die anderen. Ich tue es mir mit dem Sprechen noch etwas schwer und weiche daher bei meinen Antworten auf das englische aus, was der Improvisation aber keinen Abbruch getan hat.

Schon hier haben sich in einer Viertelstunde sehr schöne und witzige Momente ergeben und der ein- oder andere hat es auch geschafft, seine Eigenschaften zu erahnen und sich exakt nach diesen zu verhalten.

Sehr viel spannender war aber die zweite Improvisation, in der wir jeweils neue Schilder umgehängt bekommen haben. Diesmal war die Vorgabe: wir alle gestrandet auf einer einsamen Insel und vor allem: nur Kauderwelsch reden. Im Laufe der Improvisation hat Uri die Vorgaben geändert, ich durfte deutsch reden, Ahmad und Khaled arabisch, er hat mit einzelnen Anweisungen eingegriffen und den Spielverlauf somit geändert. Dennoch war es eine sehr freie, witzige, aber auch wichtige Improvisation für uns alle, die natürlich auch sehr viel Auskunft über unsere Gruppendynamik gegeben hat, auch wenn natürlich Or in der Kommune nicht „schielend und ambitiös“, Renana nur selten „russisch und aufbrausend“, Ahmad nicht immer „klein und zufrieden“, Daniel nicht „reich und dick“, dafür Khaled zumindest meist „stark und klug“ und ich trotz meiner manchmal auftretenden „Herrschsucht“ auch oft „lächelnd“ bin.


Julia Uebel, eine Deutsche, die uns besucht hat, um eine Dokumentation u.a. über uns zu drehen, schreibt in einer gemeinsamen Mail an uns:

 first of all, I really want to thank you all, that I be there, during your rehearsal. It was a great joy to see you playing with so much fun!
It touches me in many points. On the one hand I got lots of new ideas, and then it touches me emotional...
You remember this situation in the improvisation  when there was a kind of a conflict, that one started to fight with another one of you? Remember this? For me, as outsider, this was very strong and I tried to imagine, how you feel when situations like this coming up? Are you playing theater and during this you forget about all the conflicts surrounding you?
It was impressive to see, that there seems to be trust between you and no fear to meet and to come in touch during playing”

 

Ja, das Theater ist für uns alle ein ganz wichtiger Bestandteil im gemeinsamen Alltag. Es hilft uns, positive und negative Energien gut einzusetzen, sie in  manchen Momenten zu kontrollieren und in manchen Momenten einfach rauszulassen. Über das Theater begegnen wir uns in vielen Momenten nochmals anders, neu, zeigen andere Seiten und Gefühle und wagen uns an Themen, die wir vielleicht noch nicht angesprochen haben. Theater ist manchmal wie Träumen: Wir können beim Spielen eine anderen Realität erproben und erspielen, aber auch wieder aufwachen, im realpolitischen Heute ankommen und  versuchen, sehr bewusst und kreativ mit den Gegebenheiten umzugehen und unsere Kritik teilweise sehr subtil, teilweise sehr plakativ im gemeinsamen Spiel zum Ausdruck zu bringen.

 


 

Ein weiterer sehr wichtiger Part, ist unsere Theaterarbeit mit der hier ansässigen Bevölkerung. Jede/r von uns ist angehalten, ein Projekt zu initiieren, in der er/sie ein- bis zweimal die Woche das Theater weitertragen kann, an Kinder, Jugendliche und ältere Menschen und vor allem dazu beitragen kann, dass Konfliktparteien sich besser kennen lernen, Nachbarschaften friedlicher werden und man über die gemeinsame Theaterarbeit eine Offenheit für eine andere Kultur und Weltanschauung entwickelt.

Jede/r von uns natürlich ganz unterschiedliche Ideen, mit wem er wo und wie arbeiten möchte. Umso glücklicher bin ich, dass Or und ich sehr schnell gemerkt haben, dass wir beide sehr an einer Arbeit mit der äthiopischen Bevölkerung hier in Haifa interessiert sind. Oft bleiben diese Einwandererfamilien unter sich, integrieren sich nur wenig in das Gemeinschaftsleben und werden auch nur schwer integriert.

Schnell haben wir das „Beit Magenza“ ausfindig machen können, ein Gemeinschaftszentrum, in einem Einzugsgebiet von insbesondere russischen und äthiopischen Einwandererfamilien, welches von der Stadt Mainz, die die Partnerschaft Haifas ist, unterstützt wird. Aufgrund des Krieges und der politisch instabilen Situation, wurden in diesem Sommer keine Pläne gemacht und kein Programm für dieses Jahr erstellt. Dankend wurde also unsere Anfrage angenommen, ob es möglich sei, einmal in der Woche eine Theatergruppe anzubieten. Seitdem gehen Or und ich regelmäßig nachmittags zu „Beit Magenza“, verbringen den Nachmittag mit den Kindern, Or hilft den älteren bei den Hausaufgaben, ich unterrichte die jüngeren in Englisch, um die Kinder kennen zu lernen, Vertrauen zu ihnen aufzubauen um dann Mitte Oktober die Theaterarbeit aufzunehmen.


Ich genieße das Zusammensein mit den Kindern sehr, auch wenn es sich aufgrund der sprachlichen Barriere etwas schwierig gestaltet. Aber gerade mit den Kindern fällt es mir sehr viel leichter, mein Hebräisch anzuwenden, sie sind geduldig, helfen mir, verbessern mich und daraus entsteht eine eigene und besondere Art der Kommunikation, während ich in anderen Konversationen mit Erwachsenen lieber noch auf das Englische zurückgreife, obwohl mir die hebräische Sprache zwar mittlerweile sehr vertraut ist, ich aber die Anwendung noch nicht so richtig wage.

 

 

 

Internationale Kommune

 

Und da bin ich auch schon bei den Sprachen angelangt. Wir sind alle sehr stolz auf die Tatsache, dass bei uns in der Wohngemeinschaft vier Sprachen gesprochen werden. Alle fünf sprechen Hebräisch, ich verstehe schon recht viel, rede aber nur wenig, Khaled und Ahmad sprechen arabisch, ich spreche manchmal (nur am Telefon und in den Deutschstunden) Deutsch und wir alle gemeinsam sprechen Englisch. Es ist manchmal unheimlich verwirrend und auch zeitweise sehr anstrengend, sich in diesem Sprachgewirr zurecht zu finden und nicht den Überblick zu verlieren und auch immer sehr abhängig von der Tagesform jede/s/r einzelnen, ob die Sprachvielfalt als Geschenk oder als Last empfunden wird. In den meisten Momenten empfinde ich es als eine große Bereicherung, unsere Vielfalt in den Sprachen ausgedrückt wiederzufinden, es gibt aber auch durchaus Momente, in denen ich mir wünsche, mich im Deutschen verständlich machen zu können. Da ich aber die einzige deutschsprachige in der Kommune bin, ist für mich die Kommunikation ausschließlich im Englischen möglich, was manchmal auch für mich sehr schwer ist, obwohl ich mich in dieser Sprache sehr sicher fühle. Denn trotzdem ersetzt einem nichts die Möglichkeit, sich in der Muttersprache auszudrücken, ihr Nuancen zu verleihen und sich somit verständlich zu machen.

Mit dem Hebräischen klappt es nun nach und nach besser. Ich kann mittlerweile Texte lesen und schreibe, zwar sehr langsam, aber es geht. Und auch das Verstehen ist kaum noch ein Problem. Ich kann ganzen Konversationen folgen und die Inhalte verstehen. Mich selbst zu beteiligen traue ich mich nur sehr selten, da die Sprache aus meinem Mund noch so seltsam fremd klingt und auch, weil es schwer ist, mit Menschen anfänglich auf dem sprachlichen Niveau einer fünfjährigen zu kommunizieren. Oft wollen sie einem dann helfen und beginnen, englisch oder sogar deutsch zu sprechen. So z.B. als ich mir letztens eine deutsche Zeitung kaufen wollte und sehr bemüht fragte: „schalom, jäschlecha iton germani?“ . Verstanden wurde ich wohl, geantwortet wurde mir ohne Akzent „Selbstverständlich junge Dame, welche wollen Sie denn?“. So etwas ist lieb gemeint, spornt aber nicht gerade an, weiterzumachen...

Und dennoch versuche ich mich zu motivieren, jeden Tag eine Stunde alleine zu lernen und mir dreimal die Woche nochmals von Renana wichtige Dinge erklären zu lassen. Es geht voran, wenn auch langsam.

Auch Arabisch ist hier sozusagen Amtssprache und so sitzen wir einmal in der Woche mit Ahmad und lernen mühsam das schwierige arabische Alphabet und die noch schwerere Aussprache.

Und obwohl ich als Deutsche hier die Minderheit bilde, steht auch einmal in der Woche Deutsch auf dem Lehrplan. Ich hatte mir vorher nicht überlegt, wie schwer es wirklich ist, Deutsch von Beginn an zu lernen. Es ist die Sprache in der ich mich so zuhause fühle und für alle hier klingt sie wie von einem anderen Stern. Aber alle sind ganz bemüht, auch wenn sie "ch" nicht aussprechen können und nicht verstehen, was wir mit "ö", "ü" und "ä", geschweige denn mit sch, au, eu, ei, ie und ß eigentlich wollen. dann haben wir einen einfachen Dialog gemacht. Aber schon das Wort "Entschuldigung" mussten wir 20min üben. Und auch der Satz "kann ich mich zu dir setzen" hat 1000 Fragen ausgelöst "ich mich?" wieso nennt man sich da doppelt? und sie sind zu dem Schluss gekommen, dass wir Deutschen alle gespaltene Persönlichkeiten sein müssen, und ich zu der Einsicht, dass ich mich ganz dringend in die deutsche Grammatik einarbeiten muss.

Aber alle sind ganz glücklich mit ihren ersten deutsche Sätzen, und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht gefragt werde: „wie geht es dir?“, oder wirre Emails bekomme, die sie mühsam mit ihren wenigen Vokabeln zusammen setzen und aus dem Nebenzimmer an mich schicken.


 

Auf dem Foto könnt Ihr mich bei dem Versuch sehen, der Gruppe den Umlaut „ÖÖÖ“ beizubringen. Bisher ist es ihnen schlicht unmöglich, ihn auszusprechen und oft arten Unterrichtsstunden in Lachanfälle aus, wenn ich „krähende Köche üben kochen in der Küche“ sage.

Seit einigen Woche sind viele Gegenstände in unserer Wohnung nun mit kleinen Karteikarten gepflastert, die auf hebräisch, arabisch, deutsch und englisch Auskunft über den Namen des Gegenstandes geben. Noch heute führt das Wort „Der Kühlschrank“ die Hitliste der beliebtesten Wörter an. Alle können es nicht fassen, dass wir für „fridge“ im deutschen so viele Buchstaben brauchen.

Es ist eine schöne und neue Erfahrung, einen solchen Blick auf die eigene Sprache geboten zu kommen. Ich reflektiere hier die deutsche Sprache ganz anders, nehme sie ganz anders wahr und sehe sie vor allem durch die Augen derer, die sie hören, nicht aber verstehen können.

Aber vielleicht ist dieser Brief an Euch aus deswegen so lang, weil ich es seit langem wieder einmal genieße, auf Deutsch zu denken und zu schreiben.

 

 

Haifa und Jerusalem

 

Zu guter letzt möchte ich Euch ein wenig von der Stadt erzählen, in der ich nun lebe und die ich in diesem einen Monat absolut ins Herz geschlossen habe. Haifa darf sich laut meinem Reiseführer mit dem Attribut „schönste Stadt Israels“ schmücken. Und in der Tat ist es keine Stadt, die es einem schwer macht, sie zu mögen. Sie ist drittgrößte Stadt Israels und zählt ungefähr 225 000 Einwohner. Das schönste ist natürlich die direkte Lage am malerischen Mittelmeer, auf das wir von unserer Wohnung aus vom Balkon den direkten Blick haben. Haifa zieht sich steil am Hang des Karmel-Bergrückens hinauf und gewährt von ganz oben einen ganz wunderschönen Blick auf die Bucht .

 

   Sonnenaufgang über Haifa

 

Wir wohnen in Halisa, sehr weit unten am Karmelberg, wo sich eher die arabische Bevölkerung ansiedelt. Von uns zum Hafen ist es nicht weit und gerade in der Nacht kann man sehr gut die Schiffe ankommen und ablegen hören, wenn sie ihre lauten Tonsignale über die Bucht schicken.

 

Die Menschen haben nach den schrecklichen Wochen im Juli und August zu einem Alltag zurück gefunden: Kinder spielen in der Straße, die Menschen fahren mit überfüllten Bussen zur Arbeit, gehen Einkaufen, Kaffee trinken, Feiern und machen Ausflüge. In Haifa wird wieder gelebt.

Und ich habe mich diesem Leben angeschlossen, lebe wie ich es woanders auch tun würde und vergesse oft, dass ich mich in einer Stadt befinde, die vor etwa sechs Wochen

noch Kriegsschauplatz gewesen ist. Die Schäden sind, bis auf die der arabischen Israelis, beseitigt, nur unten, in Wadi Nissnass, in einem der arabischen Viertel kann man die Zerstörung noch sehen. Nur dort wird man immer wieder an die schrecklichen Ereignisse in diesem Krieg erinnert- und auch daran, dass Haifa eben doch keine ganz normale Stadt ist. Schaut man nämlich genau hin, ist hier schon einiges mit den Menschen passiert. Gerade jetzt, zur Zeit des Ramadan, indem die Muslime fasten und abends zusammen festlich das Fasten brechen und dies oft ausführlich und mit viel Feuerwerk tun, kann man beobachten, dass die Menschen bei jedem noch so kleinen Knall aufschrecken, panisch werden, sich umschauen und vergewissern, dass alles in Ordnung ist. Es ist also eine trügerische Idylle, die es eigentlich auch nur sein kann, denn niemand, der zur Zeit des Krieges hier war, wird wohl die schrecklichen Bilder vergessen, die sich in die Köpfe eingebrannt haben.

 

Aber wir machen weiter, leben und arbeiten in dieser Stadt, gehen zum Nachschwimmen an das warme Mittelmeer, zum Eis essen auf die Louis-Promenade, zum Falafel kaufen in den Wadi, wir nehmen die Busse zu den Orten, zu denen wir müssen, wir gehen auf den überfüllten Markt zum Einkaufen und auch in Cafés wenn uns danach ist. Man denkt nicht in jeder Sekunde darüber danach, dass etwas gefährlich sein könnte, dass einem etwas zustoßen könnte. Es gibt ein Leben hier, jenseits von Katjuschas, Terroranschlägen und den Drohungen des Iran. Anders könnte und wollte ich hier nicht leben. Seid also bitte alle aufs beste beruhigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich in einem Stadtbus umkomme, weil der Busfahrer in die Kurven rast, als ob er 10 Leben hätte ist um einiges größer, als die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich in ein Bombenattentat zu geraten. Hoffen wir also auf einsichtige und vorsichtige Busfahrer...

Dass die Spannungen in diesem Land aber wirklich existieren, kann man, in Jerusalem angekommen, direkt spüren und die Anspannung, die in der Luft liegt, fast mit den Händen greifen. Für vier Tage war ich letzte Woche in Jerusalem bei Lea, einer Freundin aus Deutschland, die ich hier in Israel kennen gelernt habe und habe die Bedeutung des Wortes „bittersweet“ verstanden. Jerusalem ist eine traumhaft schöne Stadt, die durch ihre Geschichte fasziniert und durch ihre immense Bedeutung für die drei monotheistischen Weltreligionen zu den spannendsten und eben auch spannungsreichsten Orten der Welt gehört. Sich in ihr zu bewegen gleicht einer Gratwanderung zwischen Entzücken und Entsetzen, immer wird ein „süßer“ Moment durch einen „bitteren“ ergänzt. Jerusalem ist eine Stadt, in zwei Teile gerissen, politisch, religiös und kulturell. Nach dem Unabhängigkeitskrieg 1948 wurde die Stadt in einen West- und in einen Ostteil geteilt und 1967 im Sechstagekrieg von Israel besetzt und später annektiert und somit unter israelische Kontrolle gestellt. Völkerrechtlich ist dieses Vorgehen umstritten und die meisten Staaten des Internationalen Gemeinschaft erkennen Jerusalem als Hauptstadt nicht an.

Jerusalem gleicht in vielerlei Hinsicht einem Hochsicherheitstrakt. Wo man auch hinschaut, sind Soldaten und Sicherheitsleute positioniert, kein Café bleibt unbewacht, keine Tasche ungeöffnet, wenn man einen Markt oder einen Laden betreten möchte. Als ich mit Lea ein Café betreten wollte, dachte ich, ich habe mich verhört, als der Wachmann meine Tasche kontrollierte und mich dabei vollkommen selbstverständlich fragte, ob ich im Besitz einer Waffe sei. „Das ist Jerusalem, Amina“, so Lea ganz trocken.

 

                                                     Im Jerusalemer Shouk
Blick vom Dach des French Hospital auf den Felsendom

 

 

Auch unsere gemütlichen Bummel durch die Altstadt wurden immer wieder begleitet von Begegnungen mit jungen Soldaten und Soldatinnen, meist in unserem Alter, die schwer bewaffnet, die Hand immer am Abzug, diese wunderschöne Stadt, vor allem aber ihre Menschen kontrollieren.

Überhaupt ist das Stadtbild, gerade zu den traditionellen und religiösen Neujahrsfeiern, geprägt von, für uns in Deutschland eher ungewohnten Gestalten, die Jerusalem aber gerade so interessant und brisant machen: Die eigenartige Kombination aus hochbewaffneten Soldaten und Soldatinnen und gleichzeitig streng orthodox gekleideten Menschen, mag am Anfang etwas befremdlich sein, zumindest an die Orthodoxen gewöhnt man sich aber sehr schnell.

 

 

 

 

 

 

     

 

Alltag in Jerusalem:

Soldaten und Orthodoxe.

Hier bläst ein Orthodoxer neunmal auf dem traditionellen Horn zu Roschaschana (Neujahr)

 

 

 

Ihr Lieben, jetzt habe ich soviel geschrieben und tatsächlich einen ganzen Tag an diesem Bericht gesessen, und tapfer den Ramadan eingehalten. Im Radio ertönt jetzt das Signal, wir dürfen jetzt essen, was ich auch gleich tun werde, nicht immer ist der Kühlschrank mit solchen Köstlichkeiten gefüllt, wie in diesen Zeiten, in denen uns die zwei Mütter aus Nazareth besonders lieb mit Köstlichkeiten bedenken. Ich hoffe ich konnte Euch ein wenig von meiner Zeit hier vermitteln, dem, was ich hier tagtäglich sehe und erlebe und ich hoffe ich konnte Euch meine Liebe zu diesem wunderschönen, „bittersweeten“ Land etwas näher bringen. Ich genieße jeden Tag hier, alles Neue und alles Alltägliche und danke allen von Euch von ganzem Herzen, die es mit möglich gemacht haben, dass ich hier sein kann. Es ist eine großartige Erfahrung!

 

 

Manchmal stelle ich Bilder unter www.noltagie.de.vu online, schaut mal vorbei! Außerdem bin ich sowohl auf dem Festnetz als auch auf meinem israelischen Handy erreichbar: 00972-48220200 und Handy: 00972-543068391. Mit der Vorwahl 01026 davor gewählt, kostet die Minute aufs Festnetz gerade mal 2 cent und ich freue mich sehr, von Euch zu hören!

Auch gerne per Post: Amina Nolte, „Nemashem“, Yarden Street 48, flat nr.2, Haifa, Israel.

Es grüßt Euch von ganzem Herzen aus dem Heiligen Land,
Eure Amina