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Our Friends: Peace Child
Israel - Arab Jewish Coexistence through Drama for Youth
Am 22.
August sind die “NEMASHIM” in die gemeinsame Wohnung in Haifa, im Quartier Nave
Yossef eingezogen. Nave Yossef befindet sich an den östlichen Hängen
des Karmels, unterhalb des einigermassen wohlhabenden Quartiers Nave Sha’anan
und oberhalbs des Armenviertels Halissa. Im Sandwich zwischen den beiden,
sowohl geographisch, wie auch sozio-ökonomisch. Im Zentrum von Nave
yossef: das Gemeindezentrum, das Magnet ist für ganz Haifa-Ost.
Die Kommune
arbeitet in Nave
Yossef, das von Alt- und
Neueinwanderern, vor allem der ehemaligen Sowjetunion und aus Äthiopien,
bevölkert ist` und ausserdem in Halissa, das hauptsächlich arabisch
ist. Erste Bilder von der Arbeit und dem Leben der Gruppe in der Tasche „nemashim@neve-yossef“
im Photoalbum: http://photos.yahoo.com/shimfihaifa .
Das Bild
hier ist an einem Trommelkreis am Freitagabend aufgenommen. Ausserdem haben wir
einen Nachmittag lang im Bustan des Aziz Khayat im Süden der Stadt
gearbeitet, ein wunderschöner Obstgarten, den ein reicher Araber in den
dreissiger Jahren errichtete, und der seither zerfällt.
Wir arbeiten
in diesen Tagen an einem Theaterstück für Kinder und bereiten
Theaterkurse für Kinder Jugendliche und Erwachsene, die zum Teil zum
begonnen haben. Hier
ein kleines Videobeispiel von Gesprächen mit Kindern und Jugendlichen, um
sie über die Kurse zu informieren.
Das „NEMASHIM“-Seminar 2005-2006 hat
begonnen: die neue Generation
Am
Wochenende des 23. -24. Septembers, ein paar Tage vor dem Monat des Ramadan,
führten wir ein erstes Treffen der arabischen Hälfte der neuen „NEMASHIM“-Gruppe
durch. Nach angestrengten Bemühungen schafften wir es, eine Gruppe zu
organisieren, der kleiner Teil am Wochenende nach Haifa kam, wo wir im Saint
Charles Hospice gastierten. Es ist schwer vorstellbar, wie viel Widerstand wir
begegnen, um ein paar junge Araber und Araberinnen für ein Wochenende (mit
Übernachtung) zum Theaterspielen zu bringen. Und trotzdem: wir haben ein
paar Erfolge mit diesem Wochenende verzeichnet.
Das ganze Wochenende
wurde in Arabisch abgehalten, was in Israel absolut nicht
selbstverständlich ist, wenn ein hebräischsprechender Israeli dabei
ist, auch wenn alle anderen palästinensische Israeli sind.
Wir begonnen mit ein paar Spielen zum Kennenlernen. Dann fuhren wir
weiter mit dem Thema „Ort und Zeit“. Ein kleines Videobeispiel zeigt die
Teilnehmer in einer „dunklen Höhle“ (schlechtere Qualität,
bessere Qualität),
ein anderes in der Krankenstation (schlechtere
Qualität, bessere
Qualität), ein drittes eine Wand, die die Kommunikation verhindert,
wie z.B. das neue Prachtstück: der Anti-Terror-Schutzwall... (schlechtere Qualität,
bessere Qualität).

Am nächsten Morgen übten wir Charaktere im Theater. Der Hut
macht den Mann (schlechtere
Qualität, bessere
Qualität), im Kindergarten (schlechtere
Qualität, bessere
Qualität) und Imitation – hier im Videobeispiel imitiert Fatina einen
Mann namens Ali (schlechtere
Qualität, bessere
Qualität).
Als draussen die Sonne am höchsten stand, wurde es auch bei uns
heiss: Konflikt und Aktion. Wir spielten verschiedene Szenen durch. Hier im Videobeispiel
ein Rechtsanwalt, der sich Zugang zu seinem Klienten vom
Gefängniswärter erbittet (schlechtere Qualität,
bessere Qualität).
Nach dem Mittagessen übten wir zum letzten Thema für dieses
Wochenende: die Situation. Das ist ein schwieriges Thema fürs
Theaterspiel, weil ja eigentlich nicht gespielt werden soll, sondern nur sein.
Es ist offenbar schwerer zu sein, als etwas zu tun, wenn du weißt dass
jemand zuschaut...
Im Schlussgespräch kam natürlich wieder die kleine Zahl der
Teilnehmer zur Sprache, besonders Fatina bedauerte, einzige Frau gewesen zu
sein. Auch der Platz ist nicht ideal. Seit unserer Trennung von Ramle und dem „Open
House“ in Ramle haben wir noch nicht einen passenden Platz gefunden für
diese Wochenendseminare. Die Lektionen selber erhielten hohe Noten, auch die
allgemeine Stimmung und das Zusammenarbeiten. Schadi, mein neuer Partner, fand
den zweiten Tag besser als den ersten.
Ich allen Juden ein süsses Neues Jahr und allen Muslimen einen gnädigen Ramadan,
und überhaupt Gnade für uns alle in diesen unheilvollen Jahren...
Uri shani