Die neue Gruppe beginnt
sich näherzukommen, die 13 Teilnehmer
fühlen sich sehr gut miteinander. Diesmal hatten wir Besuch: Die
Amerikanerin Miriam
Asnes, die in diesen Monaten im Land ist,
verbrachte das ganze Wochenende mit uns.
Wieder trafen wir uns in Giv’at Haviva. Gleich zu Beginn bereiteten wir in Paaren
Gipsmasken vor, eine ruhige und angenehme Stunde (Video).
Nach dem Abendessen
hielten wir unsern üblichen Theaterabend:
Wassan zeigte uns ihre
Diskriminierungsgefühle als junge Äthioperin,
Or imitierte Bibi Netanjahu mit einem Text, der die
Lüge der faschistischen Demagogie freilegt. Sohar
spielte die junge Palästinenserin „Abir“, die im
Konflikt zwischen ihrem Mann und ihrer feministischen Freundin und Mentorin
steht (Video). Das Stück
spielt in der ersten Intifada, als zu einem
bestimmten Zeitpunkt, zu Beginn des Aufstandes, die Frauen eine zentrale Rolle
spielten.
Daniel und Jossi spielten zwei Jugendfreunde, der Freundschaft auf dem
Spiel steht wegen der ideologischen Frage des Verhtnisses
zu den Arabern.
Schir und Fatina
spielten Miriam und Magda
aus “Shooting Magda” von J. Sobol, der best bekannte
israelische Dramatiker im deutschsprachigen Raum, und Renana
und Muhammad spielten Magda und
Adnan aus demselben Stück. Das Stück (es wurde mal in deutsch in "Theater
Heute" abgedruckt) handelt von einer Gruppe Schauspieler, die einen Film
über Magda drehen, die nicht den traditionellen Weg der jungen Araberin
gehen will.
Danach spielten Noam und
Muhammad eine schwierige Szene aus “Krokodile”, ein neueres Stück von
Sobol. Raschti war im Libanonkrieg und ist seelisch
stark geschädigt. Wer sich um ihn kümmert, ist sein arabischer Freund
Latif, eine Szene, die noch vor einigen Jahren
wahrscheinlich unmöglich gewesen wäre auf der israelischen
Bühne.
Ahmed und Chaled spielten, in Arabisch, eine Szene aus “Vermummt” von Ilan Hatzor (Video 1, video 2(. Diejenige,
die nicht arabisch verstehen (das gibt’s...), lasen vorher die Szene in
Hebräisch.
Den Morgen öffnete
Muhammad mit seinen Aufwärmübungen, die schon Tradition wurden.
Danach arbeiteten wir weiter an den Dialogen von gestern abend,
vertieften das Verständnis und die Qualität der Szenen. Z.B. Magda und Adnan,
oder die Vermummten, denen wir eine dritte Figur hinzufügten (Video), und auch Abir bekam eine Partnerin (Video). Die intensive
Beschäftigung mit Bühnenstücken, die sich um den nationalen
Konflikt drehen, bereicherte uns alle, sowohl was das Schauspiel anbelangt, als
auch was das politische Verständnis anbelangt.
Nach
dem Mittagessen spielten wir mit der neutralen Maske. Ein paar Videobeispiele
davon: video1 video2, Zohar
und Wassan, Chaled
und Fatina, Ahmed und Muhammad
Wieder
war es ein buntes, reiches Wochenende, mit vielen verschiedenen Richtungen,
Themen, Menschen. Das nächste Mal treffen wir uns im Februar, wieder in Giv’at Haviva, wenn wir das Geld
dazu haben. ...
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