Nemashim arabisch-hebräische

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Januar 2006

 

Die neue Gruppe beginnt sich näherzukommen, die 13 Teilnehmer fühlen sich sehr gut miteinander. Diesmal hatten wir Besuch: Die Amerikanerin Miriam Asnes, die in diesen Monaten im Land ist, verbrachte das ganze Wochenende mit uns.

Wieder trafen wir uns in Giv’at Haviva. Gleich zu Beginn bereiteten wir in Paaren Gipsmasken vor, eine ruhige und angenehme Stunde (Video).

 

Nach dem Abendessen hielten wir unsern üblichen Theaterabend:

Wassan zeigte uns ihre Diskriminierungsgefühle als junge Äthioperin, Or imitierte Bibi Netanjahu mit einem Text, der die Lüge der faschistischen Demagogie freilegt. Sohar spielte die junge Palästinenserin „Abir“, die im Konflikt zwischen ihrem Mann und ihrer feministischen Freundin und Mentorin steht (Video). Das Stück spielt in der ersten Intifada, als zu einem bestimmten Zeitpunkt, zu Beginn des Aufstandes, die Frauen eine zentrale Rolle spielten.

Daniel und Jossi spielten zwei Jugendfreunde, der Freundschaft auf dem Spiel steht wegen der ideologischen Frage des Verhtnisses zu den Arabern.

Schir und Fatina spielten Miriam und Magda aus “Shooting Magda” von J. Sobol, der best bekannte israelische Dramatiker im deutschsprachigen Raum, und Renana und Muhammad spielten Magda und Adnan aus demselben Stück. Das Stück (es wurde mal in deutsch in "Theater Heute" abgedruckt) handelt von einer Gruppe Schauspieler, die einen Film über Magda drehen, die nicht den traditionellen Weg der jungen Araberin gehen will.

Danach spielten Noam und Muhammad eine schwierige Szene aus “Krokodile”, ein neueres Stück von Sobol. Raschti war im Libanonkrieg und ist seelisch stark geschädigt. Wer sich um ihn kümmert, ist sein arabischer Freund Latif, eine Szene, die noch vor einigen Jahren wahrscheinlich unmöglich gewesen wäre auf der israelischen Bühne. 

Ahmed und Chaled spielten, in Arabisch, eine Szene aus “Vermummt” von Ilan Hatzor (Video 1, video 2(. Diejenige, die nicht arabisch verstehen (das gibt’s...), lasen vorher die Szene in Hebräisch.

 

Den Morgen öffnete Muhammad mit seinen Aufwärmübungen, die schon Tradition wurden. Danach arbeiteten wir weiter an den Dialogen von gestern abend, vertieften das Verständnis und die Qualität der Szenen. Z.B. Magda und Adnan, oder die Vermummten, denen wir eine dritte Figur hinzufügten (Video), und auch Abir bekam eine Partnerin (Video). Die intensive Beschäftigung mit Bühnenstücken, die sich um den nationalen Konflikt drehen, bereicherte uns alle, sowohl was das Schauspiel anbelangt, als auch was das politische Verständnis anbelangt.

 

Nach dem Mittagessen spielten wir mit der neutralen Maske. Ein paar Videobeispiele davon: video1 video2, Zohar und Wassan, Chaled und Fatina, Ahmed und Muhammad

 

Wieder war es ein buntes, reiches Wochenende, mit vielen verschiedenen Richtungen, Themen, Menschen. Das nächste Mal treffen wir uns im Februar, wieder in Giv’at Haviva, wenn wir das Geld dazu haben. ...

 

 

 

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