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Communauté de théâtre hébreux-arabe 

شباب يعيشون مسرح

palästinensisch-jüdisches Jugendtheater

ðîùéí - ðåòø îùç÷ ùìåí

 

 

Februar 2006

 

Das palästinensisch-jüdische Theaterseminar dieses Jahres geht seinem Ende zu. Das letzte Wochenende war das vorletzte Treffen in dieser Art. Dieses Wochenende trafen wir uns in der Unterkunft „St. Lords“ in Nazareth, die ich herzlichst empfehle (Dschamal: 050-7476262), diesmal schon am Donnerstagabend. Es waren lange drei Tage und zwei Nächte, ziemlich kalt für die hiesigen Verhältnisse.

Anwesend waren fünf hebräischsprechende und fünf arabischsprechende Jugendliche und wir zwei Regisseure/ Lehrer, ausserdem auch Miriam Asnes, zum zweitenmal, die auch wiederum einen Bericht geschrieben hat, der sich auf den englischen Blättern befindet.

 

 

Donnerstagabend

Geschichtenerzählen

JedeR hat eine Geschichte zuhause vorbereitet. Zwei Videobeispiele: Sohar, Or und Khaled  und  Renana, Muhammad, Yossi und Daniel

 

 

Freitag

 

Unsichtbares Theater

 

Wie jedes Jahr, übten wir auch dieses Jahr unsichtbares Theater (über vorherige Versuche: http://www.mideastweb.org/nemashim/unsichtbar.htm . Wir übten zwei Szenen in zwei Gruppen (ein Video-clip von den Proben auf der Terrasse in Nazareth), und mit einer davon gingen wir dann in den Markt in Nazareth. Die SchaupielerInnen waren begeistert, ich weniger.

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Masken

Den ganzen Nachmittag verbrachten wir mit den Masken, die wir letztes Mal begonnen hatten, und die zu Hause fertig gemacht wurden. Besonders die Masken von Sohar und Daniel sind wunderschön. 

 

februar2006-de_image006Ein paar Videobeispiele:

 

 

http://us.a1.yahoofs.com/users/4325d3f3ze4b1e6e0/e668/__sr_/d747re2.jpg?phgVv8DBn9Tj7QgjIm Schlussgespräch waren wir uns einig darüber, dass der Übergang von Körper- und Lautsprache zu “normaler“ Verbalsprache die Maske schwächte und entkräftete. 

 

 

Playback

 

Nach dem wohlverdienten Abendbrot führte Schadi die TeilnehmerInnen mit Kerzenlicht mit Entspannung und geleitete Suggestion/Meditation in die tiefe Seelenwelt jedes Selbst. Die persönlichen Geschichten, mit denen wir den Rest des Abend (bis Mitternacht) verbrachten, waren zum Teil sehr, sehr schwer. Sie haben zum Teil mit unsrer schwierigen politischen Situation zu tun, und zum Teil sind es persönliche Tragödien, die uns alle zu heißen Tränen rührten. Nicht für alle war diese Nacht einfach, Mohammad hat sich ins Zimmer zurückgezogen, und im Schlussgespräch hat er sich dafür entschuldigt. 

 

Am nächsten Morgen “übersetzten” wir die Geschichten in Theaterszenen, oder in der Sprache des Playback: wir spielten die Geschichten wieder. Das Playback ist eine Theaterform, die Jonathan Fox in N.Y. in den Siebziger Jahren erfunden hat, ich nahm selbst teil am Import des Playback nach Israel und Spieler in der ersten israelischen Playbackgruppe 1992-2000. Heute gibt es in Israel, in Europa und überall Tausende Von Playbackgruppen, die Playback für das Publikum und mit dem Publikum spielen. In einer geschlossenen Theatergruppe spielt das Playback natürlich eine doppelte Rolle: als Training und als Mittel der Gruppendynamik.  

Die Szene „Die Mauer“ nach der Geschichte von Daniel begann mit einem Purimfest, und so konnten wir nochmals die Masken benutzen. Auch in „Friedhof Jerusalem“ nach der Geschichte von Jossi benutzten wir eine Maske, die die allmächtige Gegenwart des Todes ausdrückte. „Abwarten“ nach der Geschichte von Renana wurde in Arabisch gespielt, denn so wählte Renana die Schauspieler.

Simulationen

Die Spieler wurden angeleitet, keine Figuren zu spielen, sondern sich selber in verschiedenen Situationen, was sich schwieriger als erwartet herausstellte. Wir sprechen zwar nicht über die zukünftige Kommune, denn das Theaterseminar hat Studienziele, die in sich abgeschlossen sind, aber trotzdem müssen wir bald herausfinden, wer für die zweite Stufe des Programms geeignet ist.

 

Das “St. Lords” hat uns sehr gut aufgenommen, wir werden sehen, ob wir es uns leisten können, uns das nächste wieder dort zu treffen.

Im Schlussgespräch sprachen wir über die persönlichen Geschichten und über die An- und Abwesenheit der arabischen Sprache.

Jossi, der kein arabisch spricht, sagte: “Ich profitiere davon, dass ich nicht verstehe, denn ich konzentriere mich mehr auf die Körper- und Lautsprache. Aber wenn ihr lacht, dann hab ich was verpasst.“

 

 

 

Das Buch über NEMASHIM:

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