ðîشيم – مجموعة شباب يعيشون المسرح

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Wochendseminar Dezember 2005

Diesmal trafen wir uns in Giv’at Haviva. Wir kamen zum Schluss, dass wir keine Wahl haben, als diese teure Investition zu machen. Michal kocht nicht mehr für uns, wir schlafen nicht mehr auf den Matratzen, die wir gekauft haben, wir drängeln uns nicht mehr in einem kleinen Raum, und wir geben viel Geld aus für Giv’at Haviva, aber wir hoffen, dass wir das Geld beschaffen können, damit wir in einigermassen normalen Umständen arbeiten können. Jede allerkleinste Spende ist mehr als willkommen!!

 

Das Wochenende begann mit einem “Karussell” von kurzen Zwiegesprächen mit wechselnden Partnern zum Thema Religion und Tradition. Wie feiert ihr in eurer Familie eure Feste? Stört dich die Religion manchmal im alltäglichen Leben? Kannst du dir vorstellen, mit einem Partner zu leben, der einer andern Religion angehört? Besteht ein Gegensatz zwischen Religion und Bühnenkunst, vor allem Theater, in irgendeiner Weise?

Danach spielten wir ein paar Szenen zum Thema: Ein muslimischer Vater ist nicht bereit, dass seine Tochter ihren christlichen Partner heiratet (Video) Ein anderer arabischer Vater wechselt seine Frau, die auf Geschäftsreisen ist, im Haushalt. Seine beiden erwachsenen Söhne ist das unangenehm (Video) Und ein junges (jüdisches) Paar will ohne Chupa heiraten. (Video)

 

All das beschäftigte uns bis nach dem Essen, und die Nacht beendeten wir um Mitternacht, nach noch vier Monologen, unter anderem Jossi, der ein Sänger in Audition spielte. (Video)

 

Die Morgengymnastik hat wieder Mohammad angeleitet. Danach führten Schadi und ich die Gruppe, in Arabisch und Hebräisch, ins Forumtheater ein, und jeder von uns zweien erzählte auch von seinen eigenen Erfahrungen, Schadi als Schauspieler, ich als Joker. Die Teilnehmer teilten sich in drei Gruppen und bereiteten drei Stücke vor: Im ersten Stück will die frustierte Schülerin den Rektor umbringen, weil die Schule verkauft wurde und eine religiöse Anstalt wurde. Das Stück spielt zwar in einer muslimischen Stadt, aber es wurde in hebräisch gespielt, weil das gleiche auch in einer hebräischen Schule geschehen könnte. Ich habe übrigens letztes Jahr ein Forum-Stück zum Thema geschrieben, für die Schule, an der ich unterrichtete, aber es wurde zensiert, und vor einigen Monaten wurde die Schule verkauft. Zurück zu unserm Wochenende: Fatina spielte die aufständische Schülerin, die es am Schluss schaffte, alle aufzuwiegeln und zu einer grossen Demonstration gegen die Schulleitung zu anzuleiten. (Video)

Im zweiten Stück hat die Stadt beschlossen, Abu Mahmuds Haus abzureissen, weil es ohne Bewilligung gebaut wurde. In Israel werden jede Woche Häuser abgerissen, übrigens immer arabische, und für Araber ist es fast unmöglich eine Baubewilligung zu erlangen. Zuerst geht Abu Mahmud mit seiner Frau zur Stadtbehörde. (Video) Danach, ins Innenministerium (Video), am Schluss zum Bügermeister. Der Schauspieler, der Abu Mahmud gespielt hat, wurde jetzt schon ausgetauscht, und am Ende dieser Szene wechselten wir auch den Bürgermeister. (Video) Die Lösung kam schlussendlich von seiten Um Mahmud, die bis dahin nur weinte, aber jetzt wusste sie, wie sie die Sache in die Hand zu nehmen hatte. (Video)

Erstaunlich oder nicht, diese Lösung ähnelt ein bisschen der Lösung, die dieselbe Szene in Deutschland im September 2004 erhielt (http://www.geocities.com/abumidian3/deutscherherbst2004), aber auch dort gab ich zu Bedenken, dass dies nur eine persönliche Lösung sei. Um Mahmud hat ihr Haus gerettet, aber was ist mit all den andern Tausenden von Häusern, die abgerissen werden? Die dritte Szene war die schwierigste: Der Checkpoint. Am schwieristen zum Anschauen, am Schwierigsten zu lösen. Wir versuchten und versuchten, aber das Mittagessen rufte uns...

 

Am Nachmittag übten und spielten wir Pantomime, ein paar Videobeispiele hier: Shani und Noam, Renana und Jossi, Muhammad und Chaled, und Ahmed und Chaled

 

Feedback:

Yossi hatte noch mehr Spass als letztes Mal, auch Ahmed und Mohammed. Schir war erstaunt, wie breit der gemeinsame Nenner ist. Danielle hatte zu Beginn Befürchtungen, ihr Unwissen könne die Araber beleidigen, wenn sie was Falsches sagte oder machte, aber diese verschwanden. Für Schani war es interessant zu sehen, im Forumtheater, wie dieselbe Figur von verschiedenen Spielern gespielt wird.

 

Während des Wochenendes sprachen wir Arabisch und Hebräisch, obschon die hebräisch-sprechenden Jugendlichen nicht Arabisch sprechen, aber das störte nicht weiter, im Gegenteil.  

 

Alle Videos: http://www.youtube.com/profile_videos.php?user=nemashim

 

 

 

 

 

 

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